Donnerstag, November 23, 2006

Black Water Rafting in Waitomo

Hallo Leute

Das was ihr oben auf den Bildern erkennen koennt, war meine Sonntagsaktivitaet. Leider war es mir nicht moeglich selber Bilder zu schiessen, da meine Kamera leider nicht wasserfest ist. Und davon hatte es eindeutig genug. Die Bilder wurden alle von unserem Guide gemacht. Die CD mit den mehrheitlich unscharfen Pictures hat mich 20 Dollar gekostet. Die Geier wissen doch genau, dass jeder sich die CD kauft. Ja nu. Wie schon gesagt war am Samtag schlechtes Wetter mit sehr viel und heftigem Regen. Ich wollte diese aufregende Tour eigentlich schon am Samstag unternehmen, aufgrund des hohen Wasserstandes war dies jedoch nicht moeglich. So war ich umso gluecklicher als ich am naechsten Tag von einem dicken Sonnenstral geweckt wurde. Als erstes erkundigte ich mich natuerlich ueber die Lage vor Ort, welche mir dan als knapp aber positiv bestaetigt wurde. Die Organisation Black Wather Rafting war die erste die solche Turen anbot. Sie wurde mir auch von anderen empfohlen. Ihr muesst euch das so vorstellen: Da ist das kleine Nest Waitomo, weit ab von grosser Zivilisation. Das einzige was diesen Ort ausmacht sind die vielen Hoehlen und die vielen Turen die man dort machen kann. Als ich in Waitomo ankahm stachen mir sofort dutzende von Werbetafeln ins Auge, die kanpp alle 10 Meter aufgestellt waren. Alle sagten das ihre Company die beste, die aelteste, die erfahrendste usw. sei. Da alle etwa das gleiche anboten viel mir der Entscheid natuerlich nicht gerade leicht. Ich hoerte dan jedoch aber auf den Rat einer Angestellten meiner Unterkunft. Und so buchte ich eine Tour namens "BLACK ABYSS" Brrrrrr. Was mich da noch erwarten wuerde wusste ich natuerlich noch nicht.
Um 9.30 am starteten wir unsere 5 stuendige Tour. Bevor es jedoch in den tiefen Untergrund gehen konnte, mussten wir uns erstmal einkleiden. Was mir ziemlich viel Muehe bereitete. Neoprenanzuege sind definitiv nicht mein Fall. Eng, muffig und ziemlich unbequem. Aber einmal angezogen gings dan los, mit einem kleinen Bus, in Richtung Hoehle. Meine Gruppe bestand komplett aus Europaern, was ziemlich ungewoehnlich ist. Vileicht lag es auch daran, dass es die teuerste Tour war. Satte 175 Dollar. Um nocheinmal auf die Gruppe zu kommen. Da waren zwei Paerchen, eines aus Italien und eines aus Deutschland plus noch ein Girl aus Holland. Ich fand schnell heraus das alle schon sehr viel Erfahrung mit Hoehlenklettern mitbrachten. Als ich dann vor dem schwarzen Loch stand, in das wir uns 37 m tief abseilen sollten, wurde mir auch klar warum das von Vorteil sein koennte. Beim anmelden wurde ich gefragt, ob ich Erfahrungen mit solchen Sachen habe. Ein paar vergangene Versuche an der Kletterwand waren fuer mich genug, um die Frage mit einem klaren: "Natuerlich" zu beantworten. Das das gleichzustellen ist mit null Erfahrunge wurde mir dann aber schnell klar. Ich hatte die Hosen voll als ich mich auf den kleinen Steg hinaus begeben musste. Mit der Gewissheit 37 m unter mir zu haben lehnete ich mich zurueck um langsam ueber die Kannte zu gleiten und abzutauchen, in die dunkle Welt die sich unter mir auftat. Die ersten paar Meter gingen noch einigermassen, doch dann kam eine Passage in welcher man sich durch einen schmalen Schlitz durchzwaengen musste. Die Gewissheit das ein Fehler von mir mein Ende sein koennte, machte die Situation nicht gerade einfacher. Ein heftiger Aufwind kam mir entgegen als ich das Ende des engen Teils passierte. Dann tat sich die Hoehle auf und ich glitt vorsichtig die restlichen 30 Meter hinunter. Das einzige was ich erkennen konnte, war das schimmern einer Stirnlampe ganz weit unten. Ich wahr wirklich sehr froh als ich endlich unten war. Das war eindeutig das schlimmste was ich bis jetzt gemacht habe. Das Gefuehl soweit unter der Erde zu sein war am Anfang zimlich beangend. Und ich bereute meinen Entscheid schon fast ein wenig, denn ich wusste ja nicht ob es noch schlimmer kommen sollte. Im Gegenteil, alles darauf folgende war der absolute Hammer! Als naechstes haengten wir uns an ein Stahlseil das weit ins dunkle verlief. Das ganze nennt sich Flying Fox, mit welchem man ca 50 Meter quer durch die Luft gleitet. Es war komplet dunkel und man wuste nicht was einem am anderen Ende erwartete. An der Decke waren tausende, hell leuchtende, Gluewuermchen zu erkennen. War super schoen. Nach einem kleinen Snack konnten wir dan auch das erste mal unsere Neoprenanzuege testen. Die auch wirklich bitternoetig waren. Wir schnappten uns alle einen alten Schlauch von einem Lastwagenpneu, und sprangen einige Meter in die Tiefe wo sich uns ein verzwicktes Flusssystem auftat. Das Wasser war wirklich sau kalt. Gerade mal 12 Grad wie uns mitgeteilt wurde. Die Anzuege zeigten ihre Wirkung erst nach ein paar Minuten. Danach gings dan aber gut. Wir liessen uns treiben mal schneller mal langsamer. Immer begleitet von den leuchtenden Wuermchen die die komplette Hoehle wie mit Sternen schmueckte. Es wurde lauter, und uns war sofort klar das es sich nur um einen Wasserfall handeln konnte. Es war einer von vielen die wir hinunterrutschten. Klasse! Nach einer kurzen Pause mit heissen Getraenken und Schoggi machten wir uns auf den Weg zurueck an die Oberflaeche. Zu diesem Zeitpunkt waren wir ca. 50 Meter tief. Unser Ziel lag aber auf 20 Meter. Das ermoeglichte uns einige wirklich wilde und tosende Wasserfaelle hinauf zu klettern. Als ich die kleine Oeffnung sah wusste ich sofort, dass dieses Licht nur die Sonne sein konnte. Ein letztes ducken unter einem Wasserfall durch und da wusste ich ich habs geschafft. Dan gings ab unter die heisse Dusche was das Ende dieses Trips bedeutete. Es wahr ein super Erlebniss das jeden Dollar Wert war. Ich werde mich beschtimmt noch lange daran erinnern.

Bis bald

Lg Philipp

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hoi philipp

da war ja mein riverrafting auf der aare ja ein scheissdreck dagegen. mann, das wuerde ich auch gerne mal machen.

gruess

lugi

Anonym hat gesagt…

Hallo Philipp

da chunt mir doch glatt s Gschichtli vom Raegetroepfli in Sinn.... Das isch ja emal e anderi Sicht vo eusere Waelt. Wie en Raegewurm underem Bode umechrueche. Ich hetti da e kei Muet!

Din Bricht isch ja wieder total interessant! Mis Mueterherz isch aber froh, dass du wieder a de Oberflaechi bisch!!!

Heb der Sorg!

Kuessli sMami

lenztravel hat gesagt…

He Lugi

als ich unten war hatte ich schon gedacht das es dir sicherlich auch gefallen wuerde. Maggia hoch 10! Nur ohne schrammen. Obwohl schrammen Spass machen nicht wahr?
Hahaha.

Lg Philipp

Anonym hat gesagt…

Hello Mr. Lenz in action

Jaaa, jaaa... die Schlucht im Berner-Oberland
ist mit Sicherheit nichts gegen das, was du in den letzten Tagen erlebt hast.
Vor X von Jahren habe ich so etwas "kleines" mitgemacht. Aber deine Aktion dort, (so wie ich es beurteilen kann) ist einfach mega, mega geil.

Ganz einfach: zum neidisch werden!!!

Lass es weiterhin krachen....

Tschüss Ramón