Samstag, April 28, 2007

Meine hammer Zeit in Kambotscha

Cambodia

Hi folks

Das war ja ne super Zeit sage ich euch. Kambotscha hat es mir vom ersten Tag an angetan. Die Menschen waren mir auf Anhieb sympatisch. Und das Land bietet einem Naturfanatiker wie mir so einiges! Aber mal ganz langsam!

Vor gut 3 Wochen brachen wir frueh Morgens auf zur kambotschanischen Grenze. Im kleinen Buss befand sich ein bunter Mix von Thais, Kambotschanern und einigen Touris wie mir. Ich fand schnell das Gespraech mit einem netten Girl aus Schweden. Gutaussehende Frauen sag ich euch! Nach einer vier stuendigen Fahrt kamen wir an der Grenze an. Da war ich das erste Mal ueberrascht, da ich mir den Grenzposten schon etwas spektakulaerer vorgestellt hatte. Nur ein Paar kleine Haeusschen und ein grosses Tor das von bewaffneten Grenzwaechtern bewacht wurde. Kaum ausgestiegen wurde ich auch schon fast von einer Horde, wild durcheinander schreienden Maennern ueberrannt. Einer riss mir auch gleich den Rucksack vom Ruecken was mich erst ziemlich wuetend stimmte! Die Schwedin, die diese Prozedur jedoch schon einige Male durchgemacht hatte, erklaerte mir, dass dies ganz normal sei und sie mir blos helfen wollen. Mein Rucksack wurde auf einen kleinen Schubkarren gepackt und unter meinem wachsamen Auge neben mir her geschoben, als ich mir den Weg zum Grenzhaeusschen bahnte. Die Horde liess nicht von mir ab. Alle wollten mir was verkauffen, oder erklaerten mir wie ich das mit dem Pass machen solle. Einer wollte mir den Pass sogar aus der Hand nehmen. Da wurde es mir aber zu buntl und ich gab klar zu verstehen, dass ich das schon alleine hinkriegen wuerde. Es war jedoch ein Menge Papierkrieg zu erledigen bevor ich erst den Thailaendischen und dan den Kambotschanischen Grenzposten passieren konnte. Ein dicker unfreundlicher Zollbeamter sagte sogar, dass ich die Visagebuehr von 45 Dollar nocheinmal zahlen muesse. Ich zeigte im aber die Quittung fuer die bereits gezahlte Gebuehr worauf er fluchend davon lief. Fuer ein paar Baht kriegte ich auf der anderen Seite dann auch mein Rucksack wieder. Uff dachte ich mir als ich wieder im Buss sass und hoffte, dass dieser Stress nicht normal sei fuer Kambotscha.
Kurz darauf kamen wir in einem netten Hottel an in welchem ich dass erste mal in Kontakt mit wirklich netten Kambotschanern kam. Nach einem netten Abend und einer kurzen Nacht gings am naechsten Morgen per Minibus, statt wie geplant per Speedboot, weiter nach Sianoukville. Eine sieben Stuendige Horrorfahrt ueber holperige Strassen inkl. vier Flussueberquerungen. Die Faehren sahen alles andere als sicher aus. Ist aber alles gut gegangen! In Sianoukville blieb ich glatte 4 Naechte. Bloses Entspannen am schoenen Strand und feines Essen standen auf dem Program. Ich traff da eine Menge netter Leute unteranderem Ordrey und Steven, einem netten Paerchen aus Irland, mit welchem ich meine Reise in Richtung Kampot fortsetzte. Zusammen gingen wir auf Erkundungstour. Die beruehmte Hillstation und einen ehemaligen Pfad der Khmer Rouge erreichten wir blos dank einer weiteren Hoellenfahrt auf der Ladeflaeche eines alten 4x4 Trucks. So eine Strasse, falls man das ueberhaupt so nennen kann, habe ich wohl noch nie befahren. Rippen und Poprellung inklusieve! Dannach gings weiter nach Phnom Penh welches durch eine tragische Vergangenheit gepraegt wird. In dem Jahre 1975 kam die Organisation Khmer Rouge an die Macht. Es wuerde zu lange dauern die tragische Geschichte zu erklaeren, jedoch fanden in den naechsten zwei Jahren gut drei Millionen Kambotschaner den Tot. Alle gebildeten Menschen wie Lehrer, Studenten, Moenche usw. wurden nach einem grausamen Aufenthalt im Follter Gefaengniss S-21, oder aehnlichen Plaetzen zu den zahlreichen Killing Fields gefahren und exekutiert. Ein Turm mit ueber 30.000 Schaedeln erinnert Heute an die schlimme Vergangenheit. Gab mir schon ziemlich zu denken.
An den Abenden liessen wir es jedoch so richtig krachen. Mit allem was dazu gehoert. Viel Bier und auch mal ein kleiner Zug am Apfel sorgten fuer eine entspannte und lustige Atmosphaere! Der Morgen danach.... na ja! Nach tollen Tagen mit dem Irisch Couple, hiess es aber Abschied nehmen, da sie weiter in Richtung Vietnam reisten. Fuer mich ging es aber munter weiter nach Siamreab wo mich sogleich die zahlreichen Tempel in ihren Bann zogen. Ich beschloss mir einen TukTuk Fahrer gleich fuer drei Tage zu mieten. Fuer ein Paar Dollar pro Tag faehrt dieser einem von frueh Morgens bis spaet in alle Nacht zu jedem gewuenschten Ziel. Neben einem Besuch des Spitals unseres Lanzmannes Dr. Beat Richner, in welchem ich eine beeindruckende Vorstellung genoss, besuchte ich natuerlich zahlreiche Tempel. Unter anderem der beruehmte Ankor Wat, welcher zu den sieben "Man Build World Wonders" gehoert. Mehr gefallen haben mir jedoch die kleineren, jedoch nicht weniger spektakulaeren, Tempelruinen ausserhalb des Trubels. In welchen die zahlreichen Kletterbilder entstanden. Um alles sehen zu koennen hiess es jedoch frueh aufstehen. So kam es, dass wir schon um 5 Uhr aufbrachen um die schoenen Sonnenaufgaenge geniessen zu koennen, welche die Tempel so richtig erstralen liessen. Ein sehr praegendes Erlebniss war jedoch der nette Talk mit dem sympatischen Moench San Van, welcher mir so einiges ueber den Buddismus und das Leben der Moenche erklaehren konnte. Er war jedoch auch sehr interessiert ueber meine Lebensweise, und so sassen wir da und vergassen die Zeit und waren beide ueberrascht als wir bemerkten das wir schon gute zwei Stunden am schwatzen waren. Fast jeder Kambotschaner durchlebt eine gewisse Zeit als Moench bevor sie sich dem Familienleben zu wenden oder wieder ins Berufsleben starten. San Van's groesster Wunsch ist einmal Tourismus zu studieren um sein Land der Welt besser praesentieren zu koennen. Das Geld aus der Tourismusbranche ist praktisch die einzige Chance die dieses Land hat, um den Menschen ein besseres Leben zu ermoeglichen. Eine hoehere Schule oder sogar eine Universitaet zu besuchen ist selbs fuer Moenche fast unmoeglich, da die meisten Menschen die 400 Dollar pro Jahr nie aufbringen koennen. Nach kurzem ueberlegen fragte ich ihn ob er meine Unterstuetzung annehmen wuerde. Man ich sag euch das war ein emozionaler Moment. Ich sah die Traenen in seinen Augen als er mich so komplet fassungslos anschaute. Er sagte mir das er so gluecklich sei wie noch nie und er nicht wisse wir er mir danken koenne. Das ich, mit fuer uns kleinen Mitteln, dem Moenchen San Van ein Traum erfuellen, und ihm eine gute Zukunft ermoeglichen kann hat in mir doch so einiges bewegt. Ich habe seit Langem darueber nach gedacht wie ich diesen Menschen helfen koennte. Almosen zu verteilen hilft zwar dem Einzelnen, jedoch nicht dem Land und dessen positiven Entwicklung. Nun ist mir klar, was koennte besser sein als motivierten Menschen wie San Van eine Chance zum Aufstieg zu geben, sodass sie einmal selbst helfen koennen, und auf diese Weise das Land verbessern. Gute Bildung ist in Kambotscha leider immer noch sehr klein. Dies ist meiner Meinung nach der Hauptgrund der Probleme. So habe ich mich dazu entschlossen San Van in seinem Studium zu unterstuetzen. Bei einer Studiumszeit von vier Jahren beteutet das fuer mich 1600 Dollar. Ein kleiner Betrag wenn man bedenkt was dieser bewirken kann! Klar muss San Van zuerst abklaeren wann wie und wo er sein Studium antreten kann. Ich habe ihm auch klar gemacht, dass ich das Geld nur direkt und jaehrlich in die Uni einzahlen werde. Seit unserem treffen erhalte ich fast jeden Tag ein Email von ihm, in welchen er mir stehts alles gute fuer mein Leben wuenscht und sich immer und immer wieder bedankt! Ich bin sehr happy das ich ihn kennen gelert habe. Ein Moench als Freund... Klasse!!!!
Nach einer beeindruckender Zeit in Siamreab gings per Boot auf dem Flussweg weiter nach Battambang. Wir kahmen vorbei an zahlreichen schwimmenden Doerfern. Eine gute Idee wenn man bedenkt, dass waehrend der Monsoon Zeit der Wasserstand um gute fuenf Meter steigen kann. Das ganze Leben spielt sich auf dem Wasser ab. Keine Autos, blos viele buntbemahlte Boote. Manche mit laut knatternden Motoren, andere blos mit Paddelantrieb. Obwohl die Leute hier wohl nicht allzuviele Touristen zu Gesicht bekommen, begegneten sie uns extrem herzlich und die Kinder winkten uns zu und strahlten wie Maienkaefer wenn man ihr winken lachend erwiderte. Eine Fahrt durch eine unverbrauchte Welt, welche einem fast unreal vorkahm. Voller Waerme und Freundlichkeit! Ein ganz klares Highlight meiner bissherigen Reise! Nach gut neun Stunden Fahrt, auf dem Dach des Bootes, war ich jedoch schon ziemlich erschoepft und froh als ich mich in mein schoenes Bett legen konnte. Nach einem Tag voller Nichtstuen wollte ich jedoch was sehen von der einst reichsten Provinz "Battambang"!
Mit zwei coolen Englaendern und unseren lustigen Motofahrern erkundeten wir die beeindruckende Landschaft und machten sogar einen Abstecher zu einem schoenen See. Schwimmplausch inklusieve!
Von Battambang gings Gestern zurueck nach Thailand. Nun hat mich der Stress von Bangkok wieder. Und es stimmt mich schon jetzt etwas wehmuetig wenn ich an die schoene Zeit in Kambotscha zurueckdenke! Morgen treffe ich mich ein weiteres Mal mit Rozen. Er fliegt am Sonntag jedoch weiter nach Japan. Mich traegt es wohl erst einmal nach Chiang Mai, im Norden des Landes, bevor ich mich dann noch etwas im Sueden entspannen werde. Die wunderschoene Insellandschaft rund um Ko Samui wird da wohl mein Ziel werden. Bin aber noch nicht ganz sicher! Dannach reise ich zurueck nach Singapoor. Evt. via Kuala Lumpur in Malaysia. Aber das ist alles noch weit Vorraus. Darum kuemmere ich mich wenn die Zeit gekommen ist! Der sponntane Weg ist fuer mich stets der beste!

Das meine Freunde und meine Familie meine Reise stets mit Interesse mitverfolgen stimmt mich sehr Gluecklich!Ich beende diesen Text desshalb mit einem grossen Dankeschoen an euch alle.

Bleibt dran!

Lg Philipp

10 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mein Lieber Philipp

Toll--Toll--Toll, am Tollsten!!!

Diesen Bericht ist sehr eindruecklich und emotional. Es geht wirklich ein wenig unter die Haut. Auch die Bilder sind eindrucksvoll.

Einfach toll, wie du das uns ueberbringst, bzw. erzaehlst.

Es ist schoen ein Freund zu haben, den man helfen kann fuer eine sinnvolle Tat.
Auch toll ist es, wie du schnell in Kontakt kommst mit Menschen aus verschiedene Nationen.
Ja, Kambodscha ist wirklich ein Besuch wert.

Wuensche dir weiterhin viel Fun mit der Natur und mit tollen Menschen.

Machs guet Philippooo und bis Bald!
En schoene Gruess
don Ramon

Anonym hat gesagt…

Hallo mein lieber Philipp

dieser Bericht ist ja wieder beeindruckend! Ich bin ganz geruehrt ueber deine Begegnung mit diesem Moench. Das was du vorhast ist direkte und die beste Entwicklungshilfe.

Es ist soooo toll deine Reise mitzuverfolgen. Man hat das Gefuehl selbst ein bisschen dort zu sein. Du schreibst so spannend und nimmst die Menschen mit deiner Kamera so echt wahr. Einfach herrlich!

Danke danke danke

Bleib wie du bist!!!

Kuessli sMami

lenztravel hat gesagt…

smile, Danke

Anonym hat gesagt…

Sali Philipp
Hei so ein langer Bericht. Ich staune immer wieder wie spannend und mit welchen tollen Fotos du uns deine Reise so toll vermittelst, ich fühle mich zeitweise wirklich fast dabei und bin wirklich fasziniert. Herzlichen Dank und liebe Grüsse
PAPI ;-)

Anonym hat gesagt…

Hoi Philipp
Etwas für deine Agenda 2008: mit viel Glück wurden mir für den 15. Juni 2008 Tickets für den 3. Match der Schweiz an der Fussball-Euro in Basel zugelost! Ein Ticket ist für dich reserviert. Geht noch ein Weilchen aber ich freue mich schon darauf.
Hop Schwiz!!!
Liebe Grüsse
PAPI

lenztravel hat gesagt…

Sali Paps. Wow einmal selber bei so einem Event dabei zu sein, das ist ja der ober Hammer! Ich freue mich schon sehr darauf!!! Danke Danke Danke!!! Auch freue ich mich auf meine Lehrabschlussreise hahahahah!!!! Lg und Kuss Philipp

Anonym hat gesagt…

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